Die Aufgabe der Lederpflege ist es, die günstigen Eigenschaften der Leder im Gebrauch möglichst lange zu erhalten. Denn der Gebrauchswert eines Schuhes oder einer Polstergruppe wird nicht nur durch die Lederqualität allein bestimmt, sondern auch durch eine entsprechende Pflege massgebend beeinflusst. Dabei spielt die Verwendung einwandfreier Pflegemittel eine ebenso grosse Rolle, wie eine sachgemässe Reinigung, denn Leder und daraus hergestellte Gebrauchsgegenstände unterliegen beim Tragen einer natürlichen Abnutzung und Verschmutzung.
Grundsätzlich gibt es zwei Gruppen von Lederpflegemitteln, die mit Oberflächenwirkung und jene mit Tiefenwirkung.
Sie haben den Zweck dem Leder zur Erhaltung seiner weichen und geschmeidigen Beschaffenheit und zur Verbesserung seiner Wasserdichtigkeit geeignete Fettstoffe zuzuführen.
Sie haben den Zweck die Lederoberfläche zu verschönern und ihr einen guten Glanz zu geben. Die Schucrèmes bilden auf der Lederoberfläche einen Wachsfilm, der bei einer guten Haftung genügend elastisch sein muss, um bei Knickungen des Leders nicht abzublättern.
Das Unglück ist geschehen. Die Butter ist auf den mit Naturleder bezogenen Stuhl gefallen, Rotwein ist auf der Polstergruppe ausgeleert.
Was nun?
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