Die Färbung des Leders

Die Färbung des Leders geschieht mit wenigen Ausnahmen im Fass. Wir unterscheiden zwischen Anilinfärbung und Pigmentfärbung. Anilinfarben sind Farben die nur zusammen mit einer Substanz zur Geltung kommen, während Pigmentfarben selber farbig erkennbar sind.

  1. Anilinfärbung

Die ist nach der Fassfärbung abgeschlossen. Das Leder wird nach der Färbung nur noch durch Zurichtungen, wie Wachsen oder Scotchgardbehandlung verfeinert.

Vorteile

Nachteile

 

  1. Pigmentfärbung

Die Färbung mit Pigmentfarben wirkt weniger echt, da diese Farben sehr gut decken, aber sie verdecken nicht nur oberflächliche Fehler, sie verdecken auch weitgehend die Hautstruktur

Im Möbelledersektor kommt hauptsächlich eine Mischung aus den beiden Färbarten, die semianiline Färbung, zum Einsatz. Nach der Färbung mit Pigmentfarbe wird das Leder nochmals mit einer Anilinfarbe nachgefärbt, was die Farbe schlussendlich wärmer erscheinen lässt.

 

Lichtechtheit der Farben

Jede Farbe wird früher oder später verblassen. Die Zeitdauer oder eben die Lichtechtheit wird in einer Skala von 1 – 5 gemessen. Pflanzlich gegerbte Leder werden am Licht mit der Zeit dunkler, während chromgegerbte Leder heller werden. Dementsprechend wird sich auch die Farbe verändern. Die Farbe selber wird immer ähnlich verblassen, nur der zurückbleibende Effekt ist je nach Gerbart anders. Die Lichtechtheit hängt von verschiedenen Kriterien ab.  Von der Dicke der Farbschicht sowie von der Anzahl der Pigmente.

Farbe Anzahl Pigmente Verblassung
hell wenig schneller
dunkel viel langsamer

Anilinfarben weisen die schlechteste Lichtechtheit auf. Sämtliche Farbenhersteller versuchen mit allen Mitteln, die Lichtechtheit zu verbessern, so dass wir uns auf die Angaben des Gerbers verlassen müssen. Selbstverständlich verblasst ein Leder an der direkten Sonnenbestrahlung schneller, als in der dunkelsten Ecke der Wohnung.

 

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